Moses Kampf gegen einen Stein

Steine. Sie sehen harmlos aus - bis sie dir deine Klamotten klauen! (Bild: morguefile.com. Lizenz: M)

Steine. Sie sehen harmlos aus – bis sie dir deine Klamotten klauen! (Bild: morguefile.com. Lizenz: M)

Ich lese gerade die Sammlung der Hadithe von Al-Buhari. Die Hadithe sind Anekdoten über Mohammed, die angeblich von seinen Begleitern, Frauen, Bekannten, Fan-Club stammen. Sie gehören zusammen mit dem “Leben des Propheten” und dem Koran zu den drei zentralen Schriften des Islams. Man kann den Koran ohne die anderen beiden Schriften im Grunde nicht verstehen. Auf der Habenseite weiß ich jetzt verdammt alles über die kleine Waschung und was Frauen tun dürfen und was nicht, während sie ihre Tage haben. Der bislang absurdeste Hadith beschreibt einen Kampf zwischen Moses – auch im Islam ein Prophet – und einem hinterhältigen Stein. Ja, einem Stein. Continue reading

Überleben des Nebulösen?

Ayn Rand in ihrem Kontext? (Hintergrund: Temple of Athena Parthénos _by_Vasiliy_Polenov, 1882; Ayn Rand: Andreas Müller)

Ayn Rand in ihrem philosophischen Kontext? (Hintergrund: Temple of Athena Parthénos _by_Vasiliy_Polenov, 1882; Ayn Rand: Andreas Müller)

Was passiert, wenn man eine Philosophie, die der gängigen Denkweise vollkommen fremd ist, in unseren Kontext importiert? Jedenfalls wird sie mit den Ideen unserer Kultur interagieren. Es wird Tendenzen geben, Ideen zu vermischen.

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Liberalismus: Frei von “objektivistischen Moralansprüchen”?

Alexander Grau erklärt in einem programmatischen Kommentar auf der Achse des Guten: “Was Liberale von Konservativen unterscheidet”. Er distanziert sich dabei auch von “objektivistischen Moralansprüchen”.

Ich distanziere ich mich im Folgenden von dem Versuch, den Liberalismus an eine individuelle Willkürmoral zu binden – anstelle von objektiven Tatsachen. Der beliebige “Wille” eines Individuums oder einer Gruppe ist die metaphysische und ethische Grundlage des Totalitarismus. Mit Sicherheit ist er nicht die Grundlage irgendeines “Liberalismus”. Continue reading

Gibt die Presse auf?

“Geschmäcker, Standards und Situationen ändern sich, und am besten ist es für Redakteure und Gesellschaften insgesamt, am Ende danach zu urteilen, was geeignet – oder sicher – zu drucken ist.”

(New York Times, http://www.nytimes.com/…/charlie-hebdo-and-free-expression.…Übersetzung nach Die Welt: http://www.welt.de/…/Die-New-York-Times-erfreut-die-Feinde-…).

Druckt, was “sicher” zu drucken ist. Na ja, die New York Times hat damals auch Stalin unterstützt und sie leugnete, dass der Hungerkrieg in der Ukraine jemals stattgefunden habe. Sie hat sich schon immer für eine Beschwichtigungspolitik gegenüber dem Islamismus ausgesprochen, vgl: http://markhumphrys.com/left.tyranny.html.

Insofern ist es kein Wunder, dass die New York Times jetzt wieder Islamisten das Leben erleichtert und die Pressefreiheit nebenbei aufgibt.

Das eigentliche Problem, das ich damit habe ist, dass ich nur so oft “Verräter” schreiben kann, bis sich das Wort abnutzt. Und es wird sich in den kommenden Monaten ziemlich schnell ziemlich sehr abnutzen.

Ach ja, wo wir gerade bei Heuchlern sind, die die Freiheit nutzen, die sie bekämpfen:

Mohammed (rechts) in seiner letzten Predigt zu seinen ersten Konvertiten auf dem Berg Ararat in der Nähe von Mekka. Islamische Darstellung von 1489, entworfen von von Abū Rayḥān al-Bīrūnī)

Mohammed (rechts) in seiner letzten Predigt zu seinen ersten Konvertiten auf dem Berg Ararat in der Nähe von Mekka. Islamische Darstellung des Propheten von Abū Rayḥān al-Bīrūnī)

Traute Einheit gegen den Islam

Toonaphobia (Cox & Forkum, http://www.coxandforkum.com)

Toonaphobia (Cox & Forkum, http://www.coxandforkum.com)

Wir sollen jetzt alle zusammen gegen den Islam stehen. Unsere kleinlichen Differenzen sollen wir beiseite schieben im Angesicht unseres gemeinsamen Feindes. Das erzählte vor ein paar Jahren ein katholischer Christ einem atheistischen Freund von mir. Der Christ war überzeugt, dass die katholische Kirche wieder die Herrschaft über das Abendland ergreifen muss. Einfach, weil es angeblich notwendig ist, um den Islam zurückzudrängen. Die katholische Kirche war der ursprüngliche Erfinder der totalitären Diktatur. Um den Islam zurückzudrängen, brauchen wir angeblich wieder eine davon und die zugehörigen Kreuzzüge. Zu meinem Schrecken nahm der atheistische Freund für einen Moment eine agnostische Haltung gegenüber dieser Position ein. Was, wenn der Islam wirklich eine neue katholische Herrschaft erfordert? Wir paar Atheisten können ja sowieso nichts ausrichten.

Jetzt höre ich von einigen meiner Kommentatoren, die schon seit Jahren meinen Blog lesen, dass wir alle zusammen gegen den Islam stehen sollen. Unsere kleinlichen Differenzen sollen wir beiseite schieben im Angesicht unseres gemeinsamen Feindes. Continue reading

Der Konservatismus hat nichts mit dem Konservatismus zu tun

Blogger schon wieder? Was wollen sie diesmal? - "Fakten", "Objektivität", "Wahrheit" (Bild: Cox und Forkum, http://www.coxandforkum.com)

Mainstream-Medien: “Blogger schon wieder? Was wollen sie diesmal?”, “Das Übliche…” – “Fakten”, “Objektivität”, “Wahrheit” (Bild: Cox und Forkum, http://www.coxandforkum.com)

Der hiesige Kommentator Bernd ist der Auffassung, dass meine Kritik am “Konservatismus” nichts mit dem wahren Konservatismus zu tun haben soll. Damit ähnelt er dem Islam, der ja auch nichts mit dem Islam zu tun haben soll. Konservative stehen also keineswegs für die Bewahrung des Alten, für die Erhaltung gewachsener Strukturen, für Traditionen und die Achtung von Autoritäten. Religiös sind sie wohl auch nicht so häufig. Bevor ich lese, für was Konservative bitte sonst stehen sollen, wenn nicht für das, möchte ich gerne ein paar Belege anführen. Dafür sollte zunächst einmal Wikipedia genügen – dort werden praktischerweise geeignete Quellen in den Fußnoten genannt.

Bernds Kommentar:

Um konservative Menschen kritisieren zu können, unterstellst du ihnen pauschal dämliche Ansichten, d. h., du baust einen Popanz auf, um dann darauf einprügeln zu können.
Natürlich gibt es so dämliche Konservative, aber das ist doch nicht das Charakteristikum des Konservativismus.

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Objektivismus versus Konservativismus

Bislang habe ich noch kein Seminar über die objektivistische Ethik und Politik angeboten. Vielleicht gibt es darum noch eine ganze Menge Unklarheiten und Missverständnisse. Da mich nun mehrere Leser auf angebliche Überschneidungen des Objektivismus mit dem “Konservativismus” hingewiesen haben, so muss ich hier darauf eingehen, wie das Verhältnis aussieht. Continue reading

Großmufti von Ägypten warnt “Charlie Hebdo”

300 (Warner Brothers)

300 (Warner Brothers)

Der einflussreiche Großmufti von Ägypten hat die französische Satirezeitung “Charlie Hebdo” vor der geplanten Veröffentlichung einer Mohammed-Karikatur auf ihrer Titelseite gewarnt. (Reuters)

Wie gut, dass Leonidas europäischer Außenminister ist und den Mufti zur Rede stellen kann. Continue reading

Spiel es noch einmal, Andreas

Objektivistische Epistemologie 2 Teaser

In Ordnung, ich spiel es noch einmal. Das dritte und letzte Online-Seminar über das Irrationale findet am Mittwoch, 14.01.2015 um 19:00 Uhr statt. Es ist ja ein tagesaktuelles Thema. Das ist es im Grunde immer, aber aufgrund der Bedrohung der freien Welt durch radikale Muslime – die sich übrigens durch ein hohes Maß ein Irrationalität auszeichnen – vielleicht noch mehr als sonst. Ohne dass ich jetzt die Ereignisse in Frankreich für meine finstere Agenda der Aufklärung ausgenutzt haben möchte. Wobei die gar nicht so finster ist. Im Gegenteil nannte man die Aufklärung “Das Zeitalter der Erleuchtung“. Seit 300 Jahren setzen sich Aufklärer mit einer großen Wirkung und einem beachtlichem populärem Interesse (auch wir dürfen mal dem Wunschdenken verfallen) für die Vernunft und für die Humanität ein.

Damit auch einige bislang unentschiedene Interessenten den Weg zu mir finden – oder zu uns, denn inzwischen hat sich ein Kernteam von ganz unterschiedlichen Selber-Denkern herausgebildet, das sich kein Seminar entgehen lässt -, habe ich:

1. Eine nähere Beschreibung des Seminars auf der Veranstaltungsseite ergänzt.

2. Bei Edudip den Expertenstatus erlangt. Jetzt habe ich denselben Status dort wie Philosophieprofessoren. Juhu! Dazu war es nötig, den Veranstaltern eine halbe Tonne Dokumente und Zertifikate zu schicken, die belegen, dass ich weiß, wovon ich da rede. Dies führte letzten Endes zu meiner Anerkennung als Experte (zu erkennen an diesem grünen Abzeichen rechts neben meinem Namen). Weidet eure Augen daran, Ungläubige:

Expertenstatus

Hier gehts zur Anmeldung

Nicht alles Recht ist legitim

Islam mag dich (Bild: Andreas Müller)

Islam mag dich (Bild: Andreas Müller)

Paragraf §166 StGB ist ein Tritt in die Eier des Rechtsstaats. Der “Gotteslästerungsparagraf” wurde vom Leipziger Ordnungsamt implizit als Begründung angeführt, warum es das Zeigen von Mohammed-Karikaturen auf einer Demonstration verboten hat. Das Verbot haben die Verwalter nach Beschwerden der Leipziger wieder aufgehoben. Da sie moralisch korrupt sind, die Prinzipien unseres Rechtsstaates nie verstanden haben, unsere Freiheit hassen sowie mit dem Feind gemeinsame Sache machen, wären die Leipziger Ordnungswächter niemals selbst auf die Idee gekommen, dass Religionskritik als legitimes Recht in einem liberalen Rechtsstaat zu gelten hat. Dazu musste sie schon eine aufgebrachte Menschenmenge – gut gemacht, Leipzig – zwingen. Vielmehr halten die Ordnungshüter das Recht, nicht beleidigt zu sein, für das neue, zentrale Grundrecht eines jeden Fanatikers, der das Privileg genießt, deutschen Boden zu betreten.

Nun, sie irren sich. Und hier ist die Begründung: Continue reading

Verräterstadt Leipzig

"Deine Loyalität gegenüber deinen Geiselnehmern ist rührend" (Tyrion Lannister in Game of Thrones; Bild: HBO)

“Deine Loyalität gegenüber deinen Geiselnehmern ist rührend” (Tyrion Lannister in Game of Thrones; Bild: HBO)

Ich glaubs nicht. Millionen sind in Frankreich auf die Straße gegangen, um ihre Solidarität mit Charlie Hebdo auszudrücken. Überall im Westen finden Demonstrationen für die Meinungsfreiheit statt. Karikaturisten und Journalisten auf der ganzen Welt haben mit einer Stimme zum Ausdruck gebracht, dass sie sich nicht von Terroristen unterkriegen lassen werden. Dass unsere Grundrechte nicht zur Debatte stehen. Die Hamburger Morgenpost war so mutig, Mohammed-Karikaturen zu veröffentlichen. Die Reaktion war ein Brandanschlag auf die Zeitung. Doch die anständigen Bürger ließen sich nicht von so etwas einschüchtern.

Leider haben manche Deutschen kein Interesse daran, ihre Freiheit zu verteidigen, wenn es wirklich darauf ankommt. Wir haben nicht mit der feigen, verräterischen Schlange in unserer Mitte gerechnet: Leipzig. Wer hätte ausgerechnet Leipzig verdächtigen können? Und doch: Das dortige Ordnungsamt hat explizit aufgrund der Ereignisse in Frankreich entschieden, dass Mohammed-Karikaturen nicht auf der dortigen “Legida”-Demonstration gezeigt werden dürfen. Die rechten Dorftrottel von “Legida” fordern ihre Mitläufer stattdessen auf, “Deutschland- und Sachsenfahnen” zu schwenken. Sollen sie lieber Zuhause ihre Glatzen polieren.

Ich tick aus. Eure Stadt, eure Region oder euer Land könnt ihr an jedem anderen Tag im Jahr super finden, aber jetzt ist die Meinungsfreiheit bedroht, jetzt ist die Pressefreiheit bedroht, also müssen wir unsere Grundrechte jetzt verteidigen.

„Nach Paris muss man davon ausgehen, dass die Mohammed-Karikaturen eine Provokation sind.“ (Stadt Leipzig, zitiert in der FAZ)

Ach, wirklich, Leipzig? Das tut uns aber leid. Am besten, wir sagen nur noch liebe Dinge über den Islam. Schließlich ist der Gebrauch unseres Verstandes, sofern öffentlich, eine “Provokation”. Bald schwenkt ihr Islamfahnen. Ihr könnt doch so gut Fahnen schwenken. Bald bittet ihr zuerst euren Imam vorher um Erlaubnis, ob ihr überhaupt den Mund aufmachen dürft. Eine totalitäre Bewegung bekämpft unseren Rechtsstaat und will uns die Freiheit nehmen – und obwohl so viele Menschen einen so bemerkenswerten, und ehrlich gesagt überraschenden, Mut beweisen, so geht doch jemand voran bei jenen, die sofort die weiße Fahne hissen. Jetzt müssen wir Leipzig sagen, wie wir dieses Verhalten beurteilen.

In Leipzig gab es mit den “Leipziger Meuten” einmal eine Widerstandsgruppe gegen die Nazis. Aufgrund der Montagsdemonstrationen 1989 gegen das DDR-Regime wurde Leipzig gar als “Heldenstadt” bezeichnet. “Leipziger Freiheit” lautet das Motto der Stadt in der Außendarstellung. Was ist Leipzig jetzt? Die erste Stadt, die unsere Freiheit an den erstbesten Feind verscherbelt. Ich hoffe, es wird auch die erste Stadt sein, die der Islamische Staat erobert. Wenn er sie überhaupt erobern muss. Offenbar lassen sich die Leipziger ja gerne freiwillig von Terroristen in den Arsch ficken.

"Wenn du einem Mann die Zunge herausreißt, dann entblößt du ihn nicht als Lügner. Du erzählst der Welt, dass du fürchtest, was er sagen könnte." (Tyrion Lannister in Game of Thrones, Bild: HBO)

“Wenn du einem Mann die Zunge herausreißt, dann entblößt du ihn nicht als einen Lügner. Du beichtest lediglich der Welt, dass du fürchtest, was er sagen könnte.” (Tyrion Lannister in Game of Thrones, Bild: HBO)

Rezension zu “Dem Tod zur Hand gehen” von Edgar Dahl?

Edgar Dahl Dem Tod zur Hand gehen Buchcover

Edgar Dahl: Dem Tod zur Hand gehen

Es wäre super, wenn die bisherigen Leser eine Amazon-Rezension zu Edgar Dahls “Dem Tod zur Hand gehen” verfassen würden. Ich werde selbst noch begleitend einige Aspekte des Themas in Artikeln beleuchten und Edgar Dahl hat dies ebenso vor. Es gibt also noch eine Menge Zusatzinfos und Denkanstöße für die Leser gratis von uns. Wir würden uns sehr freuen, wenn ihr eine Rezension schreiben könntet – denn die sind nun einmal besonders wichtig, um potenzielle Leser zu gewinnen. Es geht uns vor allem darum, dem liberalen Standpunkt in der Sterbehilfe-Debatte Gehör zu verschaffen. Ihr könnt mit einer Besprechung dabei helfen:

http://www.amazon.de/gp/product/B00QPJJMWW/

Ansonsten hat mir das Webinar gestern wieder viel Spaß gemacht. Ich habe diesmal vergessen, die Teilnehmer zu beten, auch eine kleine Bewertung abzugeben – das würde mich ebenso freuen:

https://www.edudip.com/w/114128

Danke übrigens für die Hinweise und generell die Beiträge der Teilnehmer. Die Anmerkung mit der Definition von “Schwan” war korrekt und ich habe die Folie entsprechend verbessert. Man sollte die Farbe des Tieres, da sie nicht essenziell ist, lieber gar nicht in der Definition erwähnen. Ich habe die Duden-Redaktion also noch einmal korrigiert. Das ist nur eine kleine Änderung, aber wer die neue Folie haben möchte, kann mich fragen oder am Mittwoch um 19:00 bei Edudip vorbeischauen, wo sie alten und neuen Teilnehmern zur Verfügung stehen wird.

Einige Teilnehmer haben sich gewünscht, dass ich das Thema der analytisch-synthetischen Dichotomie im dritten Teil der Vortragsreihe unterbringe. Die Zustimmung zu diesem Vorschlag fand ich überraschend und erfreulich. Meine Reaktion erinnert mich an die von meinem einstigen Cultural-Studies-Professor, als ich meinte, dass ich gerne einen Essay schreiben würde, anstatt einen anspruchslosen Ankreuz-Test auszufüllen. “Was meinst du damit, du willst einen Essay schreiben?”, fragte er entgeistert. “Studenten wollen keine Essays schreiben!”, sagte er, in Rebellion gegen die Fakten. Ähnlich hatte ich mir gedacht: “Was meint ihr, ihr möchtet etwas über die analytisch-synthetische Dichotomie erfahren? Die Leute wollen nichts über die analytisch-synthetische Dichotomie erfahren!” Nun, falsch gedacht. Anstatt gegen die Realität anzurennen, werde ich sehen, wo sich das Thema gut unterbringen lässt. In der Tat finde ich es enorm spannend.